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Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen - FKC Consult

Kategorie: Arbeitsschutz

Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen

Sie haben bestimmt schon einmal etwas von der „GDA“ gehört oder gelesen. Eine auf Dauer angelegte, im Arbeitsschutzgesetz und im SGB VII verankerte Plattform von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern mit dem übergeordneten Ziel, das Arbeitsschutzsystem in Deutschland entlang des Wandels der Arbeitswelt kontinuierlich zu modernisieren und Anreize für Betriebe zu schaffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten weiter zu stärken. Dafür vereinbaren die GDA-Träger alle fünf Jahre spezifische Arbeitsschutzziele, die in bundesweiten GDA-Arbeitsprogrammen gemeinsam umgesetzt werden. 

Die jüngst gestartete 3. GDA-Periode verfolgt den Zweck, Prävention mit Hilfe der Gefährdungsbeurteilung zu betreiben und darüber Arbeit sicher und gesund zu gestalten. Um diese Ziele zu erreichen, haben sich die GDA-Träger auf drei Arbeitsprogramme – "Muskel-Skelett-Belastungen", "Psyche" und "Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen" – verständigt, die zum 01.01.2022 in den Betrieben starten werden (DGUV). Sprich, es erfolgen insgesamt 200.000 Besichtigungen von (zufällig) ausgewählten kleinen und mittleren Unternehmen auf der Grundlage eines Fachdatenbogens, um die aktuelle betriebliche Situation zu erfassen, zu dokumentieren und betriebliche Akteure für systematische Präventionsansätze zu sensibilisieren (GDA Portal). 

Warum und für wen wird der GDA Gefahrstoff-Check bereitgestellt?

Mit dieser Aktuellen Information möchten wir das Programm „Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen" in den Mittelpunkt stellen. Immerhin ist der Berufskrebs die arbeitsbedingte Todesursache Nummer eins in Deutschland (GDA).  

Zwar ist ein Großteil dieser heute diagnostizierten berufsbedingten Krebserkrankungen in Deutschland auf oft Jahrzehnte zurückliegende Tätigkeiten mit Asbest zurückzuführen. Nichtsdestotrotz gibt es auch gegenwärtig noch eine Vielzahl von Betrieben, in denen Beschäftigte Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen ausüben oder diesen ausgesetzt sind, so dass dem Schutz vor Berufskrebs auch heute eine hohe Bedeutung zukommen muss (GDA Portal). Gefährdungen durch krebserzeugende Gefahrstoffe am Arbeitsplatz müssen vorausschauend und effektiv erkannt und wirkungsvolle Maßnahmen getroffen werden, um Beschäftigte nachhaltig vor krebserzeugenden Gefahrstoffen zu schützen.

Als ein wichtiges und niederschwelliges Instrument wurde kürzlich, auf Initiative der Unfallversicherungsträger, der GDA Gefahrstoff-Check erarbeitet. 

Welchen Nutzen bietet der GDA Gefahrstoff-Check?

Er ergänzt das bestehende Portfolio (GESTIS-Stoffmanager, Zentrale Expositionsdatenbank, GESTIS-Internationale Datenbank und Co.) und 

  • hilft die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen,
  • hilft insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, anhand von neun Bausteinen selbst zu prüfen und zu bewerten, wie gut sie die Gefährdungsbeurteilung umgesetzt haben,
  • bietet den Unternehmen die Möglichkeit, Handlungsbedarf zu erkennen,
  • hilft, die Gefährdungsbeurteilung schrittweise durchzuführen, zu vervollständigen,  zu verbessern oder zu aktualisieren,
  • vermittelt leicht verständlich und kompakt mit Hilfe von konkreten Hinweisen die besonderen Pflichten und Maßnahmen,
  • bietet eine Übersicht branchenspezifischer Praxishilfen, 
  • hilft, der betrieblichen Verantwortung nachzukommen und gesetzliche Vorgaben zu  Sicherheit und Gesundheit systematisch einzuhalten,
  • vermittelt auch Beschäftigten und deren Vertretungen (zum Beispiel Betriebsrät:innen) Wissen, um sie zu sensibilisieren, aber auch um sie einzubinden und ihre Erfahrungen aktiv zu nutzen.

Das Beurteilungsinstrument finden Sie unter www.gda-gefahrstoff-check.de.  


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