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Bevölkerungsschutz - Nationaler Alarmtag am 8. Dezember. FKC Consult - News

Kategorie: Arbeitsschutz

Nationaler Alarmtag am 8. Dezember um 11:00 Uhr 

Die wichtige Rolle eines systematischen Bevölkerungsschutzes wurde spätestens nach der Flutkatastrophe im Südwesten Deutschlands vor einem Jahr deutlich. Es sind Schwachstellen zu Bewusstsein gekommen und seitdem werden die Warnsysteme erweitert und modernisiert. 

Der Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag, an dem Bund und Länder sowie beteiligte Kreise, Städte und Gemeinden in Übungen Warngeräte testen. Pünktlich um 11:00 Uhr aktivieren die Behörden und Einsatzkräfte gleichzeitig verschiedene Alarmsysteme. Auf diese Weise werden der technische Ablauf im Warnfall, die Fähigkeiten der Warneinrichtung selbst und mögliche Schwachstellen geprüft.

Dazu Bundesinnenministerin Nancy Faeser: 
„Wir müssen uns für die Zukunft besser für Krisenlagen wie Wetterextreme, Waldbrände oder Hochwasser wappnen. Dazu gehören vor allem moderne Systeme, um die Bevölkerung bei Gefahren schnell und zielgerichtet zu warnen. Neue Systeme müssen wir testen, um sie später präzise einsetzen zu können. Am 8. Dezember wird es deshalb einen bundesweiten Warntag geben, bei dem auch erstmals eine Testwarnmeldung der höchsten Warnstufe bundesweit an Handys versandt wird. Das ist der erste Test für die Warnung per Cell Broadcast. Wir brauchen für eine effektive und verlässliche Warninfrastruktur verschiedene Warnsysteme. Dazu gehören auch Sirenen und unsere Warn-App NINA. Beim bundesweiten Warntag werden wir alle in Deutschland genutzten Warnmittel erproben.“ 

Was geschieht am bundesweiten Warntag?

Am Warntag werden um 11:00 Uhr Warntext-Probewarnungen an alle an das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) angeschlossenen Warnmultiplikatoren (z. B. Radiosender und App-Server) versendet. Eine Warnung enthält sehr wichtige Informationen und sollte daher so viele Personen wie möglich erreichen. Die Multiplikatoren senden Testalarme an Geräte wie Fernseher, Radios und Smartphones. Aber auch Social Media, Warn-Apps und digitale Stadtanzeigetafeln werden genutzt. Dort können Sie dann die Warnungen lesen bzw. anhören. 

Gleichzeitig können auf Länderebene in den beteiligten Kreisen und Kommunen vorhandene Warnmittel wie z. B. Lautsprecherwagen und Sirenen aktiviert werden. 

Eine Vielzahl unterschiedlicher Warngeräte wird dafür sorgen, dass Warnungen möglichst viele Menschen erreichen. Wenn beispielsweise Sirenen nicht zur Warnung vor Ort eingesetzt werden, gibt es viele andere Mittel, mit denen im Gefahrenfall gewarnt werden kann. Es werden laufend neue alternative Warnmittel erforscht, entwickelt und eingesetzt. 

Einführung des neuen Warnkanals Cell Broadcast

Derzeit wird mit Mobilfunknetzbetreibern an der Einführung eines neuen Benachrichtigungskanals, Cell Broadcast, gearbeitet.   
Im Rahmen des Warntags wird erstmals dieser Mobilfunk-Warnkanal getestet. Dazu wird bundesweit eine Testwarnmeldung versendet. Diese erreicht alle dafür empfangsfähigen Endgeräte, die mit einer Mobilfunkzelle verbunden sind. Handynutzerinnen und -nutzer werden bis zum Warntermin auf die Möglichkeit hingewiesen, dass sie eine solche Nachricht empfangen könnten. Ende Februar 2023 soll Cell Broadcast veröffentlicht werden, um bestehende Warngeräte zu ergänzen.

Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), warnung-der-bevoelkerung.de (Herausgeber ist das BBK), tagesschau.de (aufgerufen am 28.07.2022, 11:50 Uhr).

 

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