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Kategorie: Arbeitsschutz

DGUV-Barometer Arbeitswelt 2026: Prävention als Schlüssel für sichere, gesunde und krisenfeste Arbeit

Mit dem DGUV-Barometer Arbeitswelt 2026 hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung aktuelle Zahlen und Einschätzungen zur Situation von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit veröffentlicht. Es zeigt, dass Prävention längst mehr als nur eine gesetzliche Pflicht ist. Sie ist ein zentraler Erfolgsfaktor für stabile, gesunde und krisenfeste Unternehmen in einem zunehmend instabilen Umfeld.

Die Auswertung basiert auf einer repräsentativen Befragung von Beschäftigten und Unternehmen zum Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Prävention stärkt die Krisenfestigkeit von Unternehmen

Eine große Mehrheit der Befragten ist davon überzeugt, dass Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit entscheidend zur Widerstandsfähigkeit von Unternehmen beitragen. Präventive Maßnahmen werden zunehmend strategisch als Bestandteil von Risikomanagement und Krisenvorsorge gedacht.

Besonders hoch ist die Akzeptanz für konkrete Maßnahmen der Notfallorganisation wie die Qualifizierung von Ersthelfern, Brandschutzhelfern und Sicherheitsbeauftragten. Sie stehen exemplarisch für funktionierende Strukturen, die im Ernstfall sofort greifen.

Sinkende Unfallzahlen belegen die Wirksamkeit

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist im Jahr 2025 erneut gesunken, ebenso wie die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle und der unfallbedingten Rentenneuzugänge.

Dieser Trend bestätigt, dass sich Investitionen in den Arbeitsschutz, in Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen messbar auszahlen. Gleichzeitig sind Stolpern, Rutschen und Stürze nach wie vor die häufigsten Unfallursachen. Prävention bleibt damit ein kontinuierlicher Prozess im betrieblichen Alltag.

Handlungsbedarf bei komplexeren Krisenszenarien

Trotz der hohen Zustimmung zur Bedeutung von Prävention zeigen sich Lücken bei der konkreten Umsetzung. Während sich viele Unternehmen bei Szenarien wie Bränden, Cyberangriffen oder Pandemien gut aufgestellt sehen, besteht bei komplexeren oder selteneren Ereignissen wie langanhaltenden Stromausfällen, Lieferkettenstörungen, Naturereignissen oder Gewaltereignissen Nachholbedarf.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen haben hier häufig noch Entwicklungspotenzial, beispielsweise bei systematischen Gefährdungsbeurteilungen, Notfallplänen sowie Übungen und Schulungen. Zudem gewinnen neue Risikofelder weiter an Bedeutung: Psychische Belastungen, steigende Arbeitsverdichtung sowie Einflüsse durch Digitalisierung, demografischen Wandel und Klimaveränderungen sollten konsequent in bestehende Arbeitsschutzstrukturen integriert werden.

Fazit

Das DGUV-Barometer 2026 macht deutlich: Prävention wirkt.
Sie wird immer mehr als strategischer Erfolgsfaktor verstanden. Unternehmen sind daher gut beraten, ihre Maßnahmen nicht nur fortzuführen, sondern auch gezielt weiterzuentwickeln. Dabei rückt insbesondere die systematische Krisen- und Notfallvorsorge stärker in den Fokus, denn sie ist die Grundlage für sichere, stabile und zukunftsfähige Organisationen.

Ihr Arbeitsschutz-Consultant steht Ihnen bei allen Fragen zu diesem und weiteren Arbeitsschutzthemen zur Seite.
 

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